Dienstag, 15. September 2009

Teegläser und Kaffeebecher

Im Sommer trinke ich sehr selten Tee. Jetzt aber, wenn die Spätsommertage etwas kälter werden, mache ich mir gerne eine Kanne heissen Tee und geniesse den feinen Duft der Kräuter, Gewürze und Blüten. Damit sich niemand die Finger an den heissen Gläsern verbrennt, habe ich 'Überzüge' gehäkelt.

Und falls ich dann doch lieber einmal einen Kaffee trinken möchte, kann ich die Teegläser auch als Windlichter benutzen.
(Die Kaffeebecher habe ich mir in Schweden gekauft).

Nachträglich, auf mehrfachem Wunsch, eine Häkelanleitung:
Vänlig Gläser (22cl) von Ikea (unterer Bodendurchmesser 5 cm)
Baumwollgarn 50 g = 110 m
Häkelnadel Nr. 3

Boden:
4 Lftm zur Runde schliessen (jede Runde mit einer KM schliessen und für die folgende Rd. eine Lftm häkeln
1. Rd: In die 4 Lftm je 2 fM häkeln = 8 M
2. R: In jede M 2 fM häkeln = 16 M
3. R: * 1 fM in die folgende M häk., in die folg. M 2 fM häk* (von * zu * stets wiederholen) = 24 M
4. Rd: * je 1 fM in die folg. 2 M häk., in die folg. M 2 fM häkeln* = 32 M
5. Rd: *je 1 fM in die folg. 3 M häk., in die folg. M 2 fM häk.* = 40 M

Wand:
1. Rd: * 5 Lftm, 3 M auslassen, in die folg. M 1 KM häk.*
2. Rd: * in die 3.Lftm 2 Stb, 1 Lftm und 2 Stb häk., 1 KM in die KM der Vorrunde häk. *
3. Rd: 3 Lftm, * 1 KM zwischen die folg. 4 Stb, 5 Lftm *, 1 KM zwischen die 4 Stb der ersten 4 Stb
2. und 3. Runde etwa 5 x wiederholen, dann mit der 2. Rd enden und dabei die Lftm zwischen den 4 Stb durch ein Mausezähnchen ersetzen (= 5 Lftm häk., 1 KM in die 1. Lftm häk.)

Samstag, 12. September 2009

Herbstduftender Septembertag

Nun habe auch ich mir herbstliche Pflanzen gekauft. Seit heute morgen stehen sie bereit, um eingepflanzt und dekoriert zu werden.

Heute Nachmittag machten wir einen wundervollen Spaziergang im Wald. Ausgerüstet mit ein paar Körben wollten wir Nüsse, Zapfen und andere schöne Dinge zum Dekorieren sammeln.
Unterwegs haben wir gespielt, viele schöne Pflanzen entdeckt und einige Schätze der Natur in unsere Körbe gelegt.

Eberesche (Vogelbeeren) - Kastanie - Herbstkrokus/Herbstzeitlose ?
Buchnüsse - Sommerflieder - Brombeeren
Stechpalme - Farn - Pilz
Heidekraut - Pilz - Brombeerblüten

Das sind unsere gesammelten Schätze:

Nach dem Waldspaziergang verwöhnten wir uns mit einer spätsommerlich, frühherbstlichen Süssspeisse. Mein absoluter Lieblingsdessert seit meinem Hauswirtschaftsunterricht vor beinahe 20 Jahren.

Zwetschgen mit Streusel

600 g Zwetschgen
3 EL Zucker

Zwetschgen waschen, halbieren und in eine Gratinform geben.

Zucker darüber streuen.

60 g Mehl

90 g Zucker
90 g gemahlene Mandeln
Zimt
75 g geschmolzene Butter

Alle Zutaten mischen und rühren, bis sich Klümpchen bilden.

Streusel auf die Zwetschgen verteilen.
In der Mitte des Ofens (200°C) 20 Minuten backen.


Ich wünsche euch einen wundervollen spätsommerlichen Herbstsonntag!

Freitag, 11. September 2009

Liebevolle Überraschungen

Meine Freude war gross, als ich heute nach der Arbeit auf dem Postamt zwei Pakete entgegen nehmen durfte. Beides waren liebevolle Überraschungsgeschenke.
Von der lieben Gabi/Good Luck bekam ich eine Brombeer-Nektarine Marmelade geschenkt. Die schmeckt bestimmt besonders lecker!
Und von der lieben Maya/Pfeilinchen bekam ich Stoffe. Von Rosali kann man doch nie genug haben und die ist in der Schweiz so schwierig zu bekommen.
Tausend Dank an euch beide! Ich habe mich so sehr gefreut!!!

Auch die liebe Lena/Schönsinn hat mich liebevoll überrascht und mir ein wundervolles Stickmuster zukommen lassen. Ich hoffe euch bald das gestickte Resultat davon zeigen zu können.
Auch dir liebe Lena nochmals vielen Dank!

Die vierte Überraschung kam in Form eines zauberhaften Awards. Die liebe Betty/Bettys Blog Box hat mir den verliehen.
Liebe Betty, vielen, vielen Dank dafür! Über diesen Award habe ich mich ganz besonders gefreut!

Ich freue mich darauf, bald wieder mehr Zeit zum kreativ sein zu haben. Und vor allem freue ich mich darauf, euch über das Wochenende auf euren tollen Blogs besuchen zu können!

Euch allen ein wunderschönes Wochenende!

Mittwoch, 9. September 2009

Handarbeiten wie zu Grossmutters Zeiten

Ich stöbere unheimlich gerne, und jeweils sehr ausgiebig, im Brockenhaus.
Ich könnte darin Stunden verbringen.
Oft gehe ich mit leeren Händen wieder nach Hause, manchmal finde ich einige nützliche Dinge und ab und zu finde ich auch wahre Schätze.


Dieses wundervolle, beinahe vollständige Nähbüchlein habe ich bei meinem letzten Brockenhaus-Besuch entdeckt. Überglücklich habe ich die Druckknöpfe, Steck-, Näh- und Sicherheitsnadeln zur Kasse getragen.

Unter Stoffen und Bastelkram versteckt, sah ich eine kleine, eher unscheinbare graue Schachtel. Als ich sie in die Hände nahm und öffnete, hätte ich am liebsten laut gejauchzt.

Mehrere, uralte Stickgarne in schwarz und Rottönen blickten mir entgegen.
Schon lange habe ich nicht mehr gestickt - aber jetzt kommen ja bald die kühlen Herbstabende...

Dann habe ich noch einige Häkeldeckchen mit nach Hause genommen. Von denen kann ich nie genug haben. Immer wieder brauche ich solche, um Stoffe für Kissen und Herzen zu verzieren.

Ach, ich liebe altes Handarbeitsmaterial!
Ich stelle mir immer vor, wie die Frauen zu Grossmutters Zeiten, in stundenlanger Arbeit, wundervolle Gegenstände damit gezaubert haben.

Samstag, 5. September 2009

Bälle zum Jonglieren



Um Jonglierbälle zu nähen haben wir die blauen und grünen Baumwollstoffe aus dem Regal hervor geholt. Zudem haben wir
Karton
Bleistift und Massstab
Schere
Nadel und Faden
und Reis
bereitgestellt.

Danach haben wir so gearbeitet:
- Auf Karton eine spitz zulaufende, leicht gewölbte Schablone mit 10 cm Seitenlänge (breiteste Stelle 5,5 cm ) zeichnen und ausschneiden
- Schablone auf den Stoff legen und die Umrisse nachzeichnen
- pro Ball vier Stoffteile ausschneiden
- je zwei Teile, rechts auf rechts, aufeinanderlegen und von Hand mit Überwindlingsstichen oder mit der Maschine füsschentief eine Kante zunähen
- die beiden Doppelteile, rechts auf rechts, ineinander schieben und bis auf eine Öffnung zum Wenden ( 2 cm ) zusammennähen
- Stoffteile wenden
- den Ball mit Reis (oder Hirse, Griess, Granulat, ...) straff füllen
- Öffnung von Hand zusammennähen

Wenn die Kinder die Seitenteile von Hand zusammennähen, empfielt es sich zweimal darüber zu nähen, damit der Reis auch wirklich im Ball drin bleibt ;-)

Nun üben wir fleissig jonglieren. Bis jetzt kann es aber nur der Papa wirklich gut.


Im Moment arbeite ich für kurze Zeit zu 100 % und sitze deshalb nicht oft vor dem PC. Die freie Zeit verbringe ich mit der Familie (und der Haushaltsarbeit) und komme deshalb nur selten zum Kommentieren. Ich versuche aber trotzdem ab und zu bei euch vorbeizuschauen .

Ich wünsche euch einen gemütlichen Samstagabend und einen wundervollen, sonnigen und kreativen Sonntag!

Nachtrag: Die selbstgenähte Decke, auf der Erik sitzt, bekam er letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt. Hier kann man sie etwas besser sehen.

Mittwoch, 2. September 2009

Unter der Haube...


... und deshalb geschützt vor Insekten sind unsere Lieblings-Cupcakes und Brownies.
Lange Zeit war ich auf der Suche nach einer hübschen Insektenhaube, fand aber nie eine, die mir gefiel. Nur damit ich endlich etwas gegen die lästigen Wespen hatte, nahm ich diese Haube bei einem Besuch des schwedischen Möbelhauses mit nach Hause. Wirklich hübsch fand ich sie nie. Nun kam mir die Idee sie mit ein paar Yoyos zu verzieren.

Die Brownies habe ich nach einem Rezept aus diesem wundervollen Buch gebacken.
4 Eier
5 dl Zucker
300 g geschmolzene und ausgekühlte Butter
2,5 dl Mehl
2,5 dl Kakaopulver
1 TL Vanillezucker
2 dl grob gehackte Walnüsse

- Ofen auf 150 °C vorheizen, eine Backform in der Grösse von 20 x 30 cm vorbereiten
- Eier und Zucker hell und schaumig rühren
- Geschmolzene Butter einrühren
- Mehl, Kakaopulver und Vanillezucker beifügen und unterrühren
- Walnüsse zugeben und untermischen
- Teig in die Form füllen und 25 - 30 Minuten in der Mitte des Ofens backen.
- Auskühlen lassen und in Würfel schneiden